{"id":6,"date":"2020-12-26T17:38:57","date_gmt":"2020-12-26T16:38:57","guid":{"rendered":"http:\/\/alverdissen.info\/alverdissenWP\/?page_id=6"},"modified":"2021-01-10T15:06:16","modified_gmt":"2021-01-10T14:06:16","slug":"ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/alverdissen.info\/alverdissenWP\/ueber-uns\/","title":{"rendered":"Alverdissen"},"content":{"rendered":"\n<p>zwischen Teutoburger Wald und Weserbergland<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/alverdissen.info\/alverdissenWP\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/wappen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-32\" width=\"176\" height=\"199\"\/><figcaption>Alverdisser Wappen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table aligncenter\"><table><tbody><tr><td><strong>Die Geschichte des Fleckens Alverdissen<\/strong><br>Von Helmuth Welsch<br>Der Flecken Alverdissen (seit 1969 ein Ortsteil der Stadt Barntrup) liegt am Quellgebiet der Exter und geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Ortschaften unserer engeren Heimat. Der Ort wird urkundlich erstmalig 1151 in einem Verzeichnis der Besitzungen des Herforder Stifts auf dem Berge als&nbsp;<strong><em>\u201eAlwerdessen\u201c<\/em><\/strong>&nbsp;erw\u00e4hnt. Es ist davon auszugehen , dass die ersten Siedlungen bereits zur Zeit Karls des Gro\u00dfen (um 800 n. Chr.) hier bestanden haben.Im 12. Jahrhundert wurde Alverdissen durch die Grafen von Sternberg planm\u00e4\u00dfig nach dem damals \u00fcblichen \u201e3-Stra\u00dfen \u2013 Schema\u201c als Stadt gestaltet. Bereits vor 1370 (das genaue Datum ist leider nicht zu ermitteln) erhielt der Ort Stadtrechte. In einer Fehde im Jahre 1424 zwischen den Grafen von Lippe und Schaumburg wurde Alverdissen v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Auch die damalige Burg und die Kapelle fielen den Flammen und Verw\u00fcstungen zum Opfer. In dieser Zeit ist auch der Verlust der Stadtrechte zu vermuten.Nach dem alsbaldigen Wiederaufbau hat Alverdissen den Status eines \u201eFleckens\u201c erhalten. Der Ort f\u00fchrt in seiner rund 850-j\u00e4hrigen nachweisbaren Geschichte mithin bereits seit nahezu 600 Jahren die Bezeichnung \u201eFlecken\u201c.1613 erbte&nbsp;<a href=\"http:\/\/alverdissen.net\/html\/graf_philip.html\">Graf Philipp<\/a>, der j\u00fcngste Sohn des damals im Braker Schlo\u00df residierenden Grafen Simon VI, das Amt Alverdissen als Paragium, dass hei\u00dft als Wohnsitz und zur Nutznie\u00dfung. Gleichzeitig erhielt er das Privileg&nbsp;<strong><em>\u201eErbherr\u201c<\/em><\/strong>. Graf Philipp ist also der Begr\u00fcnder der gr\u00e4flichen Linie Lippe &#8211; Alverdissen . Nachdem er sp\u00e4ter von seiner Schwester, der verwitweten Gr\u00e4fin Elisabeth, auch die Grafschaft Holstein-Schaumberg erbte, \u00fcbernahm er die Regentschaft in B\u00fcckeburg. Seit dieser Zeit (1648) gibt es die Grafschaft&nbsp;<strong><em>\u201eSchaumburg-Lippe\u201c.<\/em><\/strong>Der Alverdisser Graf Phillipp (1601 &#8211;&nbsp; 1681) ist also auch der Begr\u00fcnder der Grafschaft Schaumburg-Lippe.Die Nachfolge in Alverdissen \u00fcbernahm Philipps \u00e4ltester Sohn&nbsp;<a href=\"http:\/\/alverdissen.net\/html\/graf_fried__christian.html\">Friedrich Christian<\/a>, in dessen Namen das damalige Alverdisser Schlo\u00df abgebrochen und 1662 im heutigen Grundriss neu errichtet wurde. Nach Phillip Ernst I (j\u00fcngerer Bruder von Friedrich Christian), der hier von 1681 \u2013 1723 residierte und f\u00fcr den das kleine Mausoleum an unserer Kirche errichtet wurdeund Friedrich Ernst (1723 \u2013 1749) folgte in Alverdissen der ber\u00fchmte&nbsp;<a href=\"http:\/\/alverdissen.net\/html\/graf_philip_ii_ernst.html\">Philipp II-Ernst<\/a>, der seinen Wohnsitz bis 1777 im Alverdisser Schlo\u00df hatte. Nach dem Tode des in B\u00fcckeburg kinderlos verstorbenen legend\u00e4ren Grafen Wilhelm (Erbauer der Festung \u201eWilhelmstein\u201c im Steinhuder Meer) \u00fcbernahm Philipp II-Ernst als dritter Alverdisser Graf ebenfalls Schaumburg \u2013 Lippe. In der Folgezeit wurde Alverdissen von B\u00fcckeburg aus verwaltet.1812 kam Alverdissen endg\u00fcltig wieder zu Lippe . Die lippische F\u00fcrstin Pauline kaufte von ihrem B\u00fcckeburger Verwandten&nbsp;<strong><em>\u201eSchloss und Flecken Alverdissen\u201c<\/em><\/strong>&nbsp;f\u00fcr 52000 rth (Reichstaler) f\u00fcr Lippe zur\u00fcck und machte es zum Sitz des Amtes Sternberg.Von 1879 bis 1969 war im Schloss das Amtsgericht untergebracht. Von 1981- 2008 befand sich hier die Aussenstelle des Westf\u00e4lischem Staatsarchivs. Seit 2009 ist das Schlo\u00df im Privatbesitz. F\u00fcr eine standesamtliche Trauung im Schlo\u00df wurde eine Aussenstelle des Standesamtes Nordlippe eingerichtet.\u00dcber die Alverdisser Kirche kennen wir erste Urkunden aus dem Jahre 1511. In ihrer heutigen Gr\u00f6\u00dfe ist die Kirche 1842\/43 erbaut worden. Die letzte bauliche Umgestaltung erfolgte 1952\/54.Das Mausoleum an der Turmseite der Kirche lie\u00df die Gr\u00e4fin Dorothea Amalie zu Lippe \u2013 Alverdissen im Winter 1723\/24 erbauen. Hier fanden ihr Gemahl Graf Philipp \u2013 Ernst I und sp\u00e4ter weitere Mitglieder der Linie Lippe \u2013 Alverdissen ihre letzte Ruhe. Insgesamt sind in der Gruft 9 Angeh\u00f6rige der gr\u00e4flichen Familien beigesetzt worden.Nachdem die Bewohner des Fleckens Alverdissen im Laufe der Jahrhunderte durch kriegsbedingte Pl\u00fcnderungen und Zerst\u00f6rungen wiederholt gro\u00dfe Not und uns\u00e4gliches Leid zu ertragen hatten, wurde der \u00f6stliche Teil des Fleckens im Jahre 1855 durch einen Gro\u00dfbrand erneut einge\u00e4schert. Insgesamt 19 H\u00e4user fielen der Brandkatastrophe damals zum Opfer.Der z\u00e4he Wille der Einwohner , sich ihren Lebensraum und ihre Heimat zu erhalten, lie\u00df den zerst\u00f6rten Teil des Ortes jedoch bald wieder neu erstehen (heutige \u201eNeue Stra\u00dfe\u201c und Umgebung).Alverdissen war von jeher ein reines Ackerbaudorf. Die sp\u00e4rlichen Eink\u00fcnfte aus den kleinen Landwirtschaften reichten aber in den meisten F\u00e4llen nicht aus, um die in der Regel gro\u00dfen Familien zu ern\u00e4hren. Viele M\u00e4nner verdienen ihr Brot in harter Arbeit als Ziegler in der Fremde. Noch um 1930 z\u00e4hlte man in Alverdissen ca. 100 Ziegler.Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog die&nbsp;<a href=\"http:\/\/heimatmuseum.alverdissen.net\/html\/bilder_aus_dem_museum.html\">Zigarrenindustrie<\/a>&nbsp;hier ein, der andere Industriezweige folgten. Hierdurch wurde die Struktur des Fleckens ver\u00e4ndert und wirtschaftlich belebt.Nach Beendigung des 2. Weltkrieges (1945) hatte 570 aus ihrer Heimat evakuierte oder vertriebene Schwestern und Br\u00fcder im Flecken Alverdissen ein neues zu Hause gefunden. Die Einwohnerzahl Alverdissens stieg durch Sie auf ca. 1700.In der 2. H\u00e4lfte des 20.Jahrhunderts hat Alverdissen durch den Verlust verschiedener Einrichtungen, Beh\u00f6rden, Institutionen und Gewerbebetriebe (leider auch der M\u00f6bel- und Zigarrenindustrie) einen erheblichen Teil seiner fr\u00fcheren Bedeutung und seines Glanzes verloren. Die B\u00fcrger hatten auf diese Entwicklung keinen Einfluss, sind ihrer Heimat aber zu allen Zeiten treu geblieben.Das heute immer noch geltende Privileg \u201eFlecken\u201c, das den Alverdisser B\u00fcrgern \u00fcber einen Zeitraum von 600 Jahren herausragende Rechte zugestand, ist heute und f\u00fcr die Zukunft nur noch Erinnerung an die einstige Bedeutung unseres 850 Jahre alten Heimatortes am Quellgebiet der Exter.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zwischen Teutoburger Wald und Weserbergland Die Geschichte des Fleckens AlverdissenVon Helmuth WelschDer Flecken Alverdissen (seit 1969 ein Ortsteil der Stadt Barntrup) liegt am Quellgebiet der Exter und geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Ortschaften unserer engeren Heimat. Der Ort wird urkundlich erstmalig 1151 in einem Verzeichnis der Besitzungen des Herforder Stifts auf dem Berge als&nbsp;\u201eAlwerdessen\u201c&nbsp;erw\u00e4hnt. 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